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„Am offenen Herzen…“

UMNUTZUNG EINES DENKMALGESCHÜTZTEN STALLGEBÄUDES ZUM WOHNHAUS


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Das Stallgebäude aus dem Jahr 1870 ist Teil eines Drei-Seit-Hofes, welcher als Gebäudeensemble unter Denkmalschutz steht. Die durchweg originale Bausubstanz, besonders der Holzbauteile war durch jahrelange Undichtigkeiten massiv geschädigt und leider nicht zu erhalten.

Nach der Entkernung begann der Neuaufbau mit Ringankern, Deckenbalken und Dachstuhl, der zugleich die Gleiderung des Dachgeschosses vornahm. Als Dachdämmung kam Holzfaserdämmplatten mit 22,5cm Stärke zum Einsatz, welche einen hohen sommerlichen Wärmeschutz aufweisen. Ziel war es, in Hitzeperioden im DG ohne Zusatzmaßnahmen 28°C nicht zu überschreiten (was in den letzten 10 Jahren gut Funktioniert hat). Als Dachdeckung wurde eine diagonal verlegte Schiefer Rechteck-Doppeldeckung ausgeführt, die lokal häufig vorzufinden ist.

Die inneren Gefache des Dachstuhles wurden mit ungebrannten Lehmsteinen und Lehmputz ausgesetzt. Böden mit Schalung, Lagerhölzern und Holzdielung auf Fußbodenheizung in Trockenverlegung aufgebaut. 

Die Böden im Erdgeschoss wurden komplett bis auf den gewachsenen Boden ausgebaut und mittels Wärmedämmung, Isolierung und Beton neu aufgebaut.


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H26_Front o Dach


FAKTEN:

MASSNAHMEN: grundhafte Erneuerung der Substanz durch Einsatz ökologischer Baustoffe, Neuerrichtung des Dachstuhl, Geschossdecken und Böden

HAUSTECHNIK: Wärmepumpe mit Sole-Erdwärmetauscher, Thermische Solaranlage mit Heizungsunterstützung, kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, Fußbodenheizung in Trockenverlegung unter Holzdielen

DATEN: 260 m² Wohnfläche

KOSTEN: 325.000,- € ( 1.250, – €/m² Wohnfläche)

LEISTUNGEN: Entwurfs-, Genehmigungs-, Ausführungsplanung, Ausschreibung und Bauüberwachung, Denkmalschutzrechtliche Abstimmungen und Fördermittelanträge


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